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Die kuriosesten Datenpannen 2011 Pannen beim Datenschutz in Deutschland

Redakteur: Peter Schmitz

Wenn Datenpannen passieren, dann ist das selten zum Lachen, denn meist geht es um Tausende von Kundendaten in den Händen Krimineller. Es gab 2011 aber auch Datenpannen, die zum Schmunzeln anregen.

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Die meisten Pannen beim Datenschutz sind nicht witzig, aber manchmal gab es 2011 auch Datenpannen, die zum Schmunzeln waren.
Die meisten Pannen beim Datenschutz sind nicht witzig, aber manchmal gab es 2011 auch Datenpannen, die zum Schmunzeln waren.

Das Thema Datenschutz ist für Unternehmen und Organisationen heute kaum noch zu ignorieren. Fast wöchentlich werden neue Fälle bekannt, in denen sensible Informationen über den einen oder anderen Weg in die falschen Hände geraten sind.

Der internationale Datenschutztag am 28. Januar 2012 bot Anlass für Marktbeobachter, besonders gravierende Fälle Revue passieren zu lassen. „2011 hat eindrücklich gezeigt, wie lax viele Unternehmen mit den Themen Datenschutz und Datensicherheit umgehen“, sagt Sascha Pfeiffer, Principal Security Consultant bei Sophos, Lösungsanbieter für IT- und Datensicherheit.

„Dies geschieht in den meisten Fällen gar nicht absichtlich. Vielmehr verfügen bislang nur wenige Unternehmen über „Complete Security“, ein umfassendes Sicherheitskonzept, das fahrlässigen Datenschutzverletzungen vorbeugt und gleichzeitig alle relevanten Bereiche in Sachen IT-Sicherheit effizient abdeckt.“ Welche Folgen Datenpannen mit sich bringen können, zeigt Sophos anhand der fünf kuriosesten Vorfälle des letzten Jahres.

1. Datenschützer treten ins Fettnäpfchen

Wenn es um vermeintlichen Datenmissbrauch seitens Konzernen wie Facebook und Google geht, sind die Hamburger Datenschützer streng. Doch laut Spiegel Online lag bei der Web-Präsenz der Aufsichtsbehörde selbst monatelang einiges im Argen: Dort wurde ein Tracking-Dienst eingesetzt, der die Nutzerinformationen nicht gesetzeskonform verarbeitet. Die Datenschützer betreiben diesen Service zwar nicht selbst, peinlich ist es trotzdem. Auch Gespräche mit Google über dessen Analyse-Dienst Google Analytics brach die Behörde aus ähnlichen Gründen ab. Die Behörde zog Konsequenzen und ließ die Website vorrübergehend abschalten.

Quelle: Spiegel Online

2. Piratenpartei: Ungewollte Transparenz

2011 kam es in der Fraktion der Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus zu einer Datenschutz-Panne. In einer E-Mail an Bewerber für Stellen der Fraktion konnte laut Medienberichten jeder Empfänger die E-Mail-Adressen und damit dann auch die Namen der anderen Bewerber sehen. Der Geschäftsführer der Fraktion, Martin Delius, räumte in einer Stellungnahme den Fehler ein. Als Grund für die Panne nannte er hohe Arbeitsbelastung. Informationsfreiheit, Datenschutz und das Internet sind Kernthemen der Piratenpartei. Delius betonte laut heise.de, dass die offen verschickten E-Mail-Adressen "keine falsche verstandene krude Vorstellung von Transparenz" seien.

Quelle: Heise Online

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