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Malware-Scan per Rescue Disk Antivirus Boot CDs im Test – System und Dateien im Notfall retten

| Redakteur: Stephan Augsten

Wer nach einem Malware-Befall sein System manuell bereinigen oder bestimmte Dateien retten will, der sollte auf Nummer sicher gehen. Für solche Zwecke bietet es sich an, den PC mithilfe einer Rettungs-CD zu booten. Security-Insider.de hat sich vier Lösungen genauer angesehen und erläutert, welche davon sich im Ernstfall auch für Unternehmen eignen.

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Im Notfall kann eine bootfähige Rescue Disk dabei helfen, den PC zu bereinigen oder zumindest Dateien zu retten.
Im Notfall kann eine bootfähige Rescue Disk dabei helfen, den PC zu bereinigen oder zumindest Dateien zu retten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Hat sich Malware erst einmal auf dem PC eingenistet, dann heißt oft: System zurücksetzen oder gar formatieren und komplett neu aufsetzen. Doch das ist nicht nur zeitaufwändig – in einigen Fällen befinden sich auf der Festplatte noch wichtige Daten, die man unter Umständen löschen würde.

Problematisch wird es vor allem, wenn sich das System nicht mehr booten lässt. Doch selbst dann besteht noch Hoffnung: Viele Antivirus-Anbieter bieten mittlerweile so genannte Boot- oder Rescue-CDs an. Mit ihrer Hilfe man im Notfall noch auf das System zugreifen, es möglicherweise desinfizieren und in jedem Fall noch wichtige Daten exportieren.

Rescue-Disks sind allerdings nur Mittel zum Zweck und können eine vollwertige Antivirus-Software nicht ersetzen. Für die folgende Produktübersicht wurden deshalb nur Lösungen betrachtet, die einen kostenfreien, alternativen Scan ermöglichen.

Rettungs-CDs, die nur im Rahmen einer bestehenden Antivirus-Lizenz erstellt und genutzt werden können, bleiben dementsprechend außen vor. Zwei der betrachteten Lösungen haben im Übrigen keine EULA-Einschränkungen, so dass sie notfalls auch in Unternehmen eingesetzt werden können.

Testbedingungen

Im Testszenario galt es, die Systempartition eines Windows-PC mit einer 2 Gigahertz getakteten Dual-Core-CPU und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher zu untersuchen. Es wurden die jeweils tiefgreifendsten Scan-Optionen für eine komplette Prüfung des Rechners gewählt, der knapp 100.000 Dateien enthielt. Da auch gepackte Dateien und Registry-Objekte gescannt wurden, kann die Anzahl der letztendlich gescannten Dateien/Objekte nach oben hin abweichen.

Security-Insider.de weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Erkennungsrate der jeweiligen Antivirus-Engines nicht Bestandteil dieser Betrachtung ist. Da sich die Scan-Engines der Rettungs-CDs in der Regel nicht von denen der Desktop-Lösungen unterscheiden, lohnt sich diesbezüglich ein Blick auf die Webseiten des unabhängigen Testlabors AV Comparatives.

Inhalt

  • Seite 1: Notnagel Rescue Disk
  • Seite 2: AVG Rescue CD
  • Seite 3: Avira Antivir Rescue System
  • Seite 4: F-Secure Rescue CD
  • Seite 5: Kaspersky Rescue Disk
  • Seite 6: Fazit

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