Malware-Scan per Rescue Disk

Antivirus Boot CDs im Test – System und Dateien im Notfall retten

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Kaspersky Rescue Disk 10

Kaspersky Rescue Disk (Archiv: Vogel Business Media)

Die meisten Scan-Optionen im Test bot die 203 MB große Kaspersky Rescue Disk 10. Unter Windows XP sollten 256 MB RAM zur Verfügung stehen. Bei Vista verlangt die Lösung nach 512 MB, im Falle von Windows 7 gar nach 1 GB Arbeitsspeicher.

Gleich zum Start fragt die Lösung nach der gewünschten Sprache, ein Update muss der Anwender über die Maus-gesteuerte Linux-Oberfläche initiieren. Zu den Zusatztools gehören ein Dateimanager, ein Terminal und eine Screenshot-Funktion. Als einzige Lösung im Test bietet die Kaspersky Rescue Disk außerdem einen integrierten Webbrowser.

Kasperksy verzichtet in den Lizenzbestimmungen darauf, Unternehmen den Antivirus-Scan zu untersagen. Ganz nach Belieben kann der Anwender den Scan auf Master Boot Record, versteckte Autostart-Objekte und Laufwerke ausweiten. Dateien lassen sich auch explizit vom Scan ausnehmen.

Dreistufige Heuristik erkennt zahlreiche Gefahren

Die Heuristik der Antivirus-Engine lässt sich per Schieberegler in drei Stufen anpassen: oberflächlich, mittel oder tief. Als wichtigste Gefahren-Kategorien sind Viren und Würmer, Trojaner sowie schädliche Tools hinterlegt.

Bei Bedarf erkennt der Scanner auch potentiell unerwünschte Programme wie Adware und Dialer sowie verdächtige Packer und mehrfach gepackte Objekte. Unter der Option Dateitypen kann der Anwender den Scan auch auf Archive, Installationspakete, OLE-Objekte und Dateien in Mailformaten ausweiten.

Für den kompletten System-Scan benötigte die Kaspersky Rescue Disk 10 knapp 88 Minuten. Damit ist die Lösung immerhin die zweitschnellste im Test, obwohl sage und schreibe gut 235.000 Objekte gescannt wurden.

Bei einem Malware-Fund kann der Anwender entweder sofort oder nach dem Scan die fraglichen Dateien desinfizieren oder löschen. Erwähnenswert ist im Übrigen die ausführliche und frei anpassbare Berichtsfunktion.

Inhalt

  • Seite 1: Notnagel Rescue Disk
  • Seite 2: AVG Rescue CD
  • Seite 3: Avira Antivir Rescue System
  • Seite 4: F-Secure Rescue CD
  • Seite 5: Kaspersky Rescue Disk
  • Seite 6: Fazit

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