Digitale Sicherheit Weniger als die Hälfte der Deutschen weiß, was Phishing ist

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Die Begriffe „Cyberangriff“ und „Zwei-Faktor-Authentifizierung“ sind vielen Deutschen geläufig. Doch bei konkreten Bedrohungen wie „Phishing“ und „Malware“ oder neuen Schutzmaßnahmen wie Passkeys stößt das Wissen schnell an seine Grenzen. Das zeigt eine aktuelle Bitkom-Studie.

Viele Begriffe rund um den Schutz von Smartphones und Laptops sind den Deutschen zwar vom Hörensagen bekannt, doch beim Detailwissen gibt es oft noch Aufklärungsbedarf.(Bild:  KI-generiert)
Viele Begriffe rund um den Schutz von Smartphones und Laptops sind den Deutschen zwar vom Hörensagen bekannt, doch beim Detailwissen gibt es oft noch Aufklärungsbedarf.
(Bild: KI-generiert)

Wie gut kennen sich die Deutschen eigentlich mit den Grundlagen der Cybersicherheit aus? Eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.005 Personen (ab 16 Jahren) zeigt ein gemischtes Bild. Während allgemeine Begriffe weitgehend verstanden werden, hapert es oft am Detailwissen über konkrete Bedrohungen und moderne Schutzmaßnahmen. Die Studie wurde anlässlich des bundesweiten Digitaltags (26. Juni), der in diesem Jahr unter dem Fokusthema Digitale Sicherheit steht, veröffentlicht.

Cyberangriff bekannt, Malware weniger

Dem Begriff „Cyberangriff“ können die meisten Befragten etwas anfangen: 75 Prozent geben an, genau erklären zu können, was damit gemeint ist. Weitere 18 Prozent haben das Wort zumindest schon einmal gehört.

Geht es jedoch um spezifische Angriffsformen, sinkt die Kenntnis deutlich. „Phishing“ – also das Abgreifen sensibler Daten wie Passwörter über gefälschte E-Mails oder Websites – können weniger als die Hälfte der Deutschen (43 Prozent) korrekt einordnen. 34 Prozent kennen das Wort, wissen aber nicht genau, was es bedeutet. Noch unbekannter ist der Begriff „Malware“: Nur 35 Prozent wissen, was sich dahinter verbirgt, ein weiteres Drittel (33 Prozent) hat den Begriff lediglich gehört.

Felix Kuhlenkamp, Leiter Sicherheit beim Bitkom, ordnet die Ergebnisse ein: „Digitale Sicherheit beginnt mit Verständnis. Wer Begriffe wie Phishing oder Malware einordnen kann, ist sensibilisierter gegenüber möglichen Risiken. Begriffskenntnis führt aber nicht automatisch zu sicherem Handeln. Dafür braucht es mehr Aufklärung.“

Schutzmaßnahmen: 2FA ist bekannt, Passkeys oft noch Neuland

Bei den Schutzmaßnahmen im digitalen Alltag gibt es ebenfalls Abstufungen. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), die Konten durch eine zusätzliche Bestätigung absichert, ist mittlerweile 60 Prozent der Befragten ein Begriff, den sie auch erklären können. Auch Passwort-Manager, die komplexe Zugangsdaten verschlüsselt speichern, werden von der Hälfte der Deutschen (51 Prozent) verstanden.

Großen Nachholbedarf gibt es hingegen bei neueren, passwortlosen Login-Verfahren wie den sogenannten „Passkeys“. Bei dieser Methode loggen sich Nutzer beispielsweise über den Fingerabdruck oder die Gesichtserkennung ihres Geräts ein. Nur 28 Prozent der Befragten können erklären, was ein Passkey ist. 33 Prozent haben den Begriff zumindest schon einmal gehört.

„Passkeys können Logins einfacher und sicherer machen, weil kein klassisches Passwort mehr eingegeben werden muss, das gestohlen oder durch Phishing abgegriffen werden könnte“, erklärt Kuhlenkamp. Um eine flächendeckende Nutzung zu erreichen, müssten diese Technologien jedoch noch besser erklärt werden.

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