Niemand ist sicher. Cyberkriminelle greifen Unternehmen jeder Größe und aus jeder Branche an – auch in Deutschland. Diese Unternehmen erlitten im Jahr 2025 bisher einen Cyberangriff.
Egal, welche Größe und egal, welche Branche: Auch deutsche Unternehmen sind vor Cyberkriminellen nicht sicher.
Dabei ist es unwichtig, wie groß ein Unternehmen ist. Während früher noch der Aberglaube weit verbreitet war, dass nur große Unternehmen und Konzerne DDoS- oder Ransomware-Attacken zu befürchten haben, ist mittlerweile deutlich geworden, dass auch kleine und mittelständische Unternehmen betroffen sind.
Folgende Unternehmen hat es in diesem Jahr bereits erwischt.
Cyberangriffe Dezember 2025 in Deutschland
Während einige sich langsam in den Jahresurlaub verabschieden, beginnt für Cyberkriminelle die Hochsaison. Denn gefälschte Weihnachtsschnäppchen gehören zu den beliebtesten Phishing-Ködern der Akteure, die leider oftmals erfolgreich sind. Besonders aktiv war im Dezember die Ransomware-Gruppe Safepay, die ihren Opfer meist eine Frist von weniger als einer Woche gab, um mit ihnen die Lösegeldverhandlung zu starten. Unter den angegriffenen deutschen Unternehmen waren wieder einmal die unterschiedlichsten Branchen und Firmengrößen: vom Steuerberater bis hin zur städtischen Anlage.
Während es im November – zumindest hinsichtlich der Sicherheitsvorfälle, die unsere Redaktion entdeckt hat – vergleichsweise ruhig war, zeigen sich dennoch interessante Parallelen zwischen einzelnen Cyberangriffen auf deutsche Unternehmen. So wurden am selben Tag zwei Radiosender, einer im Süden und einer im Norden Deutschlands, attackiert. Beide mussten ihre Sendungen unterbrechen. Zudem wurden – ebenfalls am selben Tag – zwei Unternehmen angegriffen, die einen sehr ähnlichen Namen tragen, laut Impressum jedoch unterschiedliche Firmen sind.
Der Oktober hat wieder einmal gezeigt, dass Unternehmen aller Branchen und Größen zum Opfer von Cyberattacken werden können. Vom Juwelier bis hin zur Baugruppe waren Ransomware-Akteure aktiv.
Im September war vor allem die Ransomware-Gruppe Lynx aktiv und griff einige mittelständische Unternehmen in Deutschland an. Lynux wurde erstmals im November 2020 gemeldet und wir seitdem mehr und mehr zu Bedrohung. Beforecrypt zufolge, visiert die Hackergruppe allen voran Windows-Systeme und verbreitet ihre Schadsoftware über Phishing-E-Mails. Aber auch Newcomer-Ransomware-Gruppen wie „J Group“ waren aktiv. Diese Gruppe, die erstmals Anfang des Jahres beobachtet wurde, behauptete jüngst, knapp drei Terabyte an Daten der FAI Aviation Group, einer Charterfluggesellschaft aus Nürnberg, gestohlen zu haben.
Im diesjährigen August ist die Ransomware-Gruppe „Qilin“ besonders aktiv – auch in Deutschland. Sie hat am 11. August mehrere deutsche Unternehmen angegriffen und hat bereits die Tage zuvor weltweit Cyberangriffe auf Unternehmen unternommen. Ob jeweils tatsächlich Lösegelder gefordert wurden, ist nicht eindeutig klar. Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass die Akteure damit drohen, gestohlene und verschlüsselte Daten zu veröffentlichen beziehungsweise nicht wieder zu entschlüsseln, sollten die Opfer kein Lösegeld zahlen. Auf diese Vorgehensweise hat sich die Gruppe nämlich spezialisiert.
Der Juli beweist, dass Cyberkriminelle keine Ferien machen: Direkt am ersten Tag des neuen Monats stellten die Threat Reports drei Sicherheitsvorfälle fest. Interessant ist, dass eine Bäckerei von einem politisch motivierten Cyberangriff berichtet.
Der Juni startet in diesem Jahr verlgeichsweise harmlos hinsichtlich der von Cyber-Threat-Plattformen gemeldeten Cyberangriffen. Doch lassen Sie sich vom Schein nicht trügen. Nur, weil wir einen Cyberangriff nicht sehen können, heißt es nicht, dass er nicht da ist. Überraschenderweise tauchte die Arbeitwerwohlfahrt (AWO) Giessen in den Threat Reports von Ransomware Live und Hookphish auf. Und dass, obwohl die AWO Giessen bereits am 27. April das Ziel einer Ransomware-Attacke wurde.
Im Mai 2025 schlug die Ransomware-Gruppe Safepay zu und fügte am 12. Mai 13 Opfer ihrer Leak-Seite hinzu, wie Falcon Feeds berichtete. Von diesen 13 Opfern stammten fünf aus Deutschland, wobei vom Modehaus über Kinderbetreuung bis hin zum Malerbetrieb die unterschiedlichsten Unternehmen betroffen waren.
Stand: 08.12.2025
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Auch im April diesen Jahres sorgten Cyberangriffe bei kleinen und großen Unternehmen in Deutschland für Chaos. Die Ziele der Kriminellen reichten von Systemkompromittierung, um Daten zu verschlüsseln und Lösegeld zu erpressen bis hin zu Spionage. Erneut waren vor allem kleine Unternehmen und Betriebe betroffen.
Anfang März löste die Ransomware-Gruppe Fog eine Welle von Cyberangriffen auf deutsche Unternehmen aus. Die Cyberkriminellen fügten dem Sicherheitsanbieter Falcon Feeds zufolge am 5. März 19 Opfer ihrer Dark-Web-Seite hinzu. Vier davon stammen aus Deutschland, darunter Eumetsat, die europäische Agentur für meteorologische Satelliten, sowie die Digital-Agenturen 1XInternet, Neopoly und Kr3m. Wie dem Ransomware-Feed von Redpacket Security zu entnehmen ist, wurde auch Aeonsparx von Fog angegriffen. Auffällig ist, dass Fog bei seinen Ransomware-Attacken größtenteils auf Unternehmen abzielte, die Gaming-Software und -Apps entwickeln.
Nach dem Höhenflug von Fog folgten starke Aktivitäten der Ranosmware-Bande Safepay. Sie fügte im März 31 neue Opfer ihrer Leak-Seite hinzu. Darunter sind Falcon Feeds zufolge zehn deutsche Unternehmen:
🚨 SAFEPAY Ransomware Alert 🚨
SAFEPAY Ransomware has added 31 new victims to their dark web portal.
Maya Assurance 🇺🇸 EC Constructors, Inc. 🇺🇲 Prestige Emergency Room 🇺🇲 West Warwick Welding 🇺🇲 FD Friedrich GmbH 🇺🇲 COMFORT 🇩🇪 Metalogic Inspection Services 🇨🇦 ALP Steel Corp. 🇺🇲… pic.twitter.com/m4okI0q8xY— FalconFeeds.io (@FalconFeedsio) March 30, 2025
Im Februar 2025 legten die Cyberkriminellen nochmal eine Schippe drauf. Es gab deutlich mehr Meldungen über Cyberangriffe als im Januar. Außerdem wurde im Februar 2025 wieder einmal deutlich, dass nicht nur große Unternehmen oder Organisationen wie die bayerische Staatsregierung Opfer von Cyberattacken werden, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen.
Erneut war Ransomware in Deutschland das größte Problem für Unternehmen. Die Gruppen Akira, Qilin, Clop, HellCat, Lynx, Sarcoma, Medusa waren an den Ransomware-Angriffen beteiligt. Die meisten Cyberangriffe übten die Hacker der Gruppe Fog aus.
Das Jahr 2025 begann leider recht zügig mit einem Cyberangriff auf den bayerischen Blech- und Rohrverarbeiter Weininger Metall System. Wie in nahezu allen Fällen, die die Redaktion von Security-Insider in der Vergangenheit beobachtet hat, wurden Daten gestohlen und mit deren Veröffentlichung gedroht, sollte kein Lösegeld bezahlt werden. Für den Cyberangriff auf Weininger Metall zeichnete die Ransomware-Gruppe 8Base verantwortlich. Diese Hacker haben auch den IT-Berater erpresst.
Auch die cyberkriminellen Gruppen LockBit, Ransomhub, Babuk, Cloak, Termite, Monti und Akira haben ihr Unwesen getrieben. Sie waren für eine Vielzahl von Cyberangriffen im Januar 2025 verantwortlich, unter anderem auf bekannte und große Unternehmen wie Vorwerk oder Württemberger Medien.