Hybride Arbeitswelten jenseits der klassischen Tätigkeiten im Unternehmen vor Ort sind längst zur Normalität geworden. Was für die Mitarbeiter oft von Vorteil ist, birgt für die IT dagegen zahlreiche Herausforderungen. Enterprise Network Firewalls helfen beim Absichern des Unternehmensnetzwerks.
Enterprise Network Firewalls schützen das Unternehmensnetz vor einer Vielzahl möglicher Attacken. Von klassischen DDoS-Angriffen über Trojaner und Malware in verschlüsselten Datenübertragungen, bis hin zu Advanced Persistent Threats.
(Bild: valerybrozhinsky - stock.adobe.com)
Die Corona-Pandemie hat zu zahlreichen Veränderungen im Geschäftsalltag geführt. Eine davon ist die deutliche Zunahme von Home-Office-Tätigkeit und hybriden Arbeitsmodellen. Die dazu nötige Infrastruktur wurde auf die Schnelle in Betrieb genommen, sofern sie noch nicht vorhanden war. In der Folge nahm der Einsatz von Cloud-Services, Fernzugriffs- und Videokonferenzsystemen und Kollaborationslösungen rapide zu.
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Die Absicherung derartiger Umgebungen ist sicher kein Kinderspiel und stellte die IT-Abteilungen der Unternehmen vor beachtliche Herausforderungen. Belastbare Sicherheitsstrategien waren gefragt, die auch den Datenfluss innerhalb und außerhalb des Unternehmens abdecken. Ein wichtiges Element derartiger Konzepte sind Enterprise Network Firewalls, die genau diese Aufgabe erfüllen: Sie durchleuchten den gesamten ein- und ausgehenden Traffic auf Bedrohungen und decken dabei das gesamte Firmennetzwerk ab.
Mehr als eine „normale“ Firewall
Enterprise Network Firewalls schützen das Unternehmensnetz vor einer Vielzahl möglicher Attacken. Dies reicht von klassischen DDoS-Angriffen („Distributed Denial of Service“) über Trojaner, Spy- und Ransomware und Malware in verschlüsselten Datenübertragungen bis hin zu Advanced Persistent Threats. Letztere bezeichnen aufwendige und gezielte Attacken auf geschäftskritische Infrastruktur oder Daten. Sie sind derart elaboriert, dass sie nur schwer zu erkennen sind. Verläuft eine derartige Attacke erfolgreich, kann dies enorme Schäden für ein Unternehmen bedeuten.
Diese Entwicklung hin zu immer raffinierteren Angriffen wird auch künftig anhalten. Bereits Enterprise Network Firewalls gehen deshalb weit über den Funktionsumfang „klassischer“ Firewalls hinaus, die den Traffic auf Basis von etwa Ports, Protokollen und Policies überprüften. Gängig sind mittlerweile sogenannte Next Generation Firewalls (NGFWs), die unternehmensweit für intelligenten Schutz sorgen und dabei unter anderem Netzwerk, Rechenzentren und Cloud abdecken. Neben IDS („Intrusion Detection System“) und IPS („Intrusion Prevention System“) bieten sie beispielsweise Funktionen wie Application Awareness, KI- und Machine-Learning-basierte intelligente Kontrolle des Traffics, Deep Packet Inspection, Threat Intelligence sowie sämtliche Funktionen herkömmlicher Firewalls. Dazu zählen etwa Web-, Spam- und Mailfilter, Antiviruslösungen und andere Tools. Die Verwaltung erfolgt in der Regel zentral und umfasst auch Konfigurations- und Reporting-Möglichkeiten.
Potente Infrastruktur nötig
Ein derartig großer Funktionsumfang und die Kontrolle des Datenverkehrs in nahezu Echtzeit erfordert einen entsprechend leistungsfähigen Unterbau. Multi-Core-Systeme sind für die nötige Rechenleistung zuständig, während SSDs und möglichst schnelle Netzwerkanbindungen für die schnelle Reaktionsfähigkeit sorgen. Dies hat zudem den angenehmen Nebeneffekt, dass die Tätigkeit der Enterprise Network Firewall für Anwender im Normalfall praktisch nicht wahrnehmbar ist. Je nach Anbieter und Einsatzszenario sind unterschiedlichste Systeme im Markt verfügbar, die Bedürfnisse kleiner und mittelständischer Firmen ebenso wie die Anforderungen großer Unternehmen abdecken.
Eine Alternative zur eigenen Enterprise Network Firewall kann Firewall-as-a-Service (FWaaS) darstellen, auch als „Cloud-Firewall“ bekannt. Derartige Angebote bieten einen ähnlichen Funktionsumfang wie eine On-Premises-NGFW, werden aber von Drittanbietern gehostet und verwaltet. Auf der Personal- und Kostenseite könnte dies je nach Einsatzszenario attraktiver als der Betrieb durch das Unternehmen selbst sein.
Stabiles Marktgeschehen
Wie die Marktforscher von Mordor Intelligence prognostizieren, ist im weltweiten Markt für Enterprise Network Firewalls bis 2026 mit einem jährlichen Wachstum („Compound Annual Growth Rate“, CAGR) von 9,69 Prozent zu rechnen. Die Experten führen dies unter anderem auf die starke Zunahme von Cloud Computing zurück, die wiederum von fortschreitenden Industrie-4.0- und IoT-Initiativen („Internet of Things“) befeuert wird. Die COVID-19-Pandemie spielte hierbei ebenfalls eine große Rolle.
Stand: 08.12.2025
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