Die Sicherheitsstrategie im Unternehmen kann manchmal noch so ausgefeilt sein – der Faktor Mensch findet mit geradezu traumwandlerischer Sicherheit die übersehene Lücke. Ehe Murphys Law („Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“) gnadenlos zuschlägt, empfehlen sich Security-Awareness-Trainings, um Mitarbeiter rechtzeitig für das Thema Security zu sensibilisieren.
Mitarbeiter geraten heute schnell ins Visier von Cyberkriminellen. Nur durch Security Awareness Trainings können sie diese Tricks rechtzeitig erkennen.
(Bild: Funtap - stock.adobe.com)
Immer ausgefeiltere Angriffsmethoden machen den IT-Security-Verantwortlichen in den Unternehmen das Leben schwer. Dabei spielt der menschliche Faktor eine nicht zu unterschätzende Rolle: Per Social Engineering oder Social Hacking geraten Mitarbeiter schnell ins Visier von Cyberkriminellen. Die dabei genutzten Methoden sind derart raffiniert, dass sie arglosen Angestellten im Firmenalltag nicht auffallen und dementsprechend auch nicht erkannt werden. Einer Studie von IBM zufolge, sind 95 Prozent aller Sicherheitsvorfälle auf menschliche Beteiligung zurückführen.
Die Leser von Security-Insider haben abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die vier beliebtesten Anbieter der Security-Insider Awards 2022 aus dem Bereich Security Awareness:
Bildergalerie
Kreative Angriffsmethoden
Die Tricks der Datendiebe wirken auf den ersten Blick banal, sind aber gerade in größeren Unternehmen erstaunlich effektiv und nutzen menschliche Schwächen aus: So rufen die Angreifer zum Beispiel unter Anzeige einer falschen Rufnummer („Call-ID Spoofing“) an und tarnen sich als vertrauenswürdiger Gesprächspartner. Bekannt wurde in letzter Zeit etwa eine Betrugsmasche, bei der sich Anrufer als vermeintliche Microsoft-Supportmitarbeiter ausgeben und so Zugriff auf die Rechner argloser Opfer erhalten. Aber auch vorgebliche neue Kollegen erfragen gerne einmal Zugangsdaten von hilfsbereiten Mitarbeitern.
Etwas weniger elegant ist dagegen das sogenannte „Dumpster Diving“: Hierbei durchwühlen Kriminelle den Müll eines Unternehmens, um an nutzbare Daten wie etwa Namen, Positionen, E-Mailadressen oder gar sensible Informationen zu gelangen. Die so gewonnenen Informationen werden anschließend genutzt, um ausgetüftelte Social-Engineering-Angriffe durchzuführen. Dies sind aber nur einige der verwendeten Methoden. Im Arbeitsalltag kommen noch gängige IT-basierte Gefahren hinzu, beispielsweise durch Trojaner, Ransomware, Phishing oder den leichtfertigen Umgang mit externen Speichermedien.
Schulungen schärfen Sinn für Sicherheit
Die Frage ist, wie man als Unternehmen diesen vielfältigen Angriffsvektoren möglichst effektiv entgegentreten kann. Im Falle des „Dumpster Divings“ liegt die Lösung mit der sorgfältigen Vernichtung weggeworfener Dokumente und alter Technik auf der Hand. Der Knackpunkt ist aber auch dabei, dass sich Mitarbeiter über die drohenden Gefahren im Klaren sein müssen. Erreichen lässt sich dies durch Security-Awareness-Trainings. Hierbei erhalten die Teilnehmer nicht nur das nötige Fachwissen vermittelt, um ungewöhnliche Angriffsmethoden frühzeitig zu erkennen, sondern lernen auch Security-Grundlagen sowie Hintergründe zu Richtlinien und Compliance-Vorgaben kennen.
Im Fokus der Trainings steht die Wissensvermittlung. Die Teilnehmer sollen nach der Schulung selbstständig mit möglichen Sicherheitsbedrohungen im Arbeitsalltag umgehen können. Im Idealfall werden kritische Situationen dadurch bereits im Keim erstickt und den Unternehmen bleiben möglicherweise schwerwiegende Folgen erspart. Durch den besseren Wissensstand der Mitarbeiter wird zudem aktiv Prävention betrieben – am besten sollte Security Awareness fester Bestandteil der Informationssicherheitsstrategie sein.
Breites Schulungsangebot
Security-Awareness-Trainings sind in der Regel individuell auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten. Sie richten sich nicht nur an bestehendes Personal, sondern auch an Neuzugänge, Leiharbeiter oder externe Mitarbeiter. Die Lehrpläne sind dementsprechend unterschiedlich, umfassen aber in der Regel Grundlagen zu Informations- und Datensicherheit, den Umgang mit Passwörtern und Authentifizierung sowie den sicheren Einsatz von E-Mail-Konten, sozialen Netzwerken, Cloud-Diensten oder mobilen Datenträgern. Methoden des Social Engineerings werden ebenso erklärt, wie das richtige Verhalten im Falle einer eventuellen Attacke.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Derartige Schulungen lassen sich entweder als Präsenzveranstaltungen oder als Online-Seminare umsetzen. Sie sind aufgrund ihres nahezu unbestreitbaren Nutzens generell zu empfehlen, insbesondere aber Unternehmen mit vielen Mitarbeitern oder hoher Personalfluktuation ans Herz zu legen. Nur so lässt sich ein gleichmäßiger Wissensstand der Mitarbeiter erreichen und die Ursache Mensch als Risikofaktor für sicherheitsrelevante Vorfälle reduzieren. Um den Erfolg der Schulungsmaßnahmen zu kontrollieren, lässt sich zum Beispiel die Zahl der entsprechenden Vorfälle vor und nach Einführung der Security-Awareness-Trainings vergleichen.