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VPN-Zugriff auf die E-Mails
Um die E-Mail Funktion zu prüfen sendeten wir von einem weiteren Client-Gerät mehrere E-Mails an die konfigurierte E-Mailadresse. Diese E-Mails wurden erwartungsgemäß in den konfigurierten Intervallen vom E-Mail Server des Intrantor Business Server abgeholt. Im nächsten Schritt sollten die E-Mails unserem Testbenutzer übermittelt werden. Dazu richteten wir einen Benutzer ein, der via VPN auf den Intranator zugreifen sollte. Diese Konfiguration findet sich unter „Dienste“ | „VPN“ | „Verbindungen“.
Um die Definition des VPN-Zugriffs möglichst einfach zu gestalten, hat der Hersteller dem Business Server einen Assistenten spendiert. Dieser führt in mehreren Schritten durch die VPN-Konfiguration. Zu dessen Optionen gehören unter anderem die Einstellungen der IP-Adresse auf den beiden Seiten des VPN-Tunnels, die verwendete Firewall-Regel und Angaben zu NAT (Network Address Translation) und DNS-Diensten. Unterstützt wird auch der Zugriff via Smartphones wie beispielsweise dem Apple iPhone, Windows Mobile und Symbian-Geräten.
Allerdings ist die VPN-Funktion derzeit noch auf das Ipsec-Protokoll beschränkt. Das derzeit sehr beliebte SSL-VPN-Verfahren wird hingegen noch nicht unterstützt. Gleiches gilt für die bislang noch nicht enthaltene Push-Funktion, mit deren Hilfe sich Smartphones synchronisieren lassen, ohne dass dessen Anwender manuell eingreifen muss.
Umfangreiches Funktionsset
Die bis dato beschrieben Funktionen zeigen lediglich einen Ausschnitt der Möglichkeiten des Intranator Business Server. Daneben umfasst das Produkt noch weitaus mehr an Möglichkeiten: Hinsichtlich der allgemeinen Netzwerksicherheit unterstützt das Tool die Einrichtung einer DMZ, kommt mit beliebig vielen Netzwerkkarten zurecht und wehrt DoS-Attacken ab. Eingeschlossen ist ferner ein Bandbreitenmanagement.
Zum Umfang des E-Mail-Servers gehört außerdem eine Funktion zur Spam-Abwehr mit einer Spam-Erkennungsrate von gut 99,8 Prozent. Ferner hat Intra2net dem Business Server die Funktionen Antivirus und Antiphishing sowie einen Content-Filter verpasst. Der Webzugriff lässt sich auch nach URL, Inhalt und Dateityp filtern. Darüber hinaus kann der Administrator Sperr- und Freigabelisten definieren.
Fazit
Es müssen nicht immer große Kommunikationssysteme wie Lotus Notes oder Microsoft Exchange sein. Der Intranator Business Server enthält alle Basisdienste, die kleine und mittlere Unternehmen benötigen. Dazu gehören ein Internetzugang, die Kommunikation via E-Mail und der begleitende Schutz vor Spam, Viren oder Phishing. Ferner hat der Hersteller alle gängigen Sicherheitsfunktionen wie etwa eine Stateful Inspection Firewall dazu gepackt.
Auch preislich ist der Intranator Business Server attraktiv: Die Anschaffungskosten liegen unter denen der Lösungen von IBM und Microsoft, den zuätzlich benötigten Firewall-Router spart man sich. Durch den Betrieb in einer virtuellen Umgebung entfällt zudem die Anschaffung eigener Hardware.
Unser Test belegt, dass die Stabilität dennoch gegeben ist: Die virtuelle Appliance verhielt sich problemlos und konnte auch hinsichtlich der Performance überzeugen. Für Unternehmen der Größe zwischen 5 und 250 Mitarbeitern ist der Intranator Business Server als All-in-One-Kommunikationslösung eine interessante Option.
Inhalt
- Seite 1: Testaufbau
- Seite 2: Die beiden Software-Varianten im Vergleich
- Seite 3: Administration über das Webinterface
- Seite 4: Zugriffsschutz durch die Firewall
- Seite 5: Der Mailserver des Intranator Business Server
- Seite 6: VPN-Zugriff auf die E-Mails
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