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Trojanische Pferde des 21. Jahrhunderts Warum werden IoT-Geräte nicht einfach sicher?

Autor / Redakteur: Steven Feurer / Peter Schmitz

Wenn heute eine IoT-Lösung an ein Unternehmen verkauft wird, dann ist oft der Preis der ausschlaggebende Faktor. Der Entscheider auf Käuferseite freut sich darüber, kostengünstig das Geschäft abgewickelt zu haben. Nach der Integration sind diese Komponenten fester Bestandteil im Unternehmensnetzwerk. Somit ergeben sich eventuell Lücken, die einen umfassenden Schutz gefährden.

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IoT-Geräte sind beliebte Angriffsziele für Hacker und stellen fast so etwas wie die trojanischen Pferde unserer Zeit dar.
IoT-Geräte sind beliebte Angriffsziele für Hacker und stellen fast so etwas wie die trojanischen Pferde unserer Zeit dar.
(© weerapat1003 - stock.adobe.com)

Durch ein neues IoT-System entsteht in Unternehmen oft ein neues potentielles Einfallstor in das Netzwerk, das den Zugriff auf wichtige Systeme und Informationen ermöglicht. Kommt es dann zu einem Ernstfall, kann das den Erfolg eines Unternehmens durch finanzielle Schäden oder Reputationsverluste stark beeinträchtigen. Sollten Unternehmen und Anwender jetzt auf IoT-Geräte verzichten? Fakt ist: Trotz des Gefahrenpotenzials steigt die Anzahl der verwendeten IoT-Geräte jedes Jahr weiter an.

Nach aktuellen Statistiken sind Cyberangriffe durch Trojaner immer noch weit verbreitet. Die meisten Internetnutzer wissen, was Trojaner sind und was getan werden kann, um die Gefahr zu bannen und mögliche Schäden zu vermeiden; ganz anders verhält es sich bei IoT-Geräten, die offensichtlich noch immer eine überraschende Wirkung haben. Könnte man sie also als Trojanische Pferde unserer Zeit bezeichnen? Durchaus, denn so wie die Trojaner das Holzpferd, ohne weiter nachzudenken, in ihre Stadt brachten, so gehen Unternehmen häufig auch mit IoT-Geräten um. Sie werden ohne große Bedenken in ein Unternehmensnetzwerk integriert, und dort offenbart sich dann zu spät, welche Gefahren unerkannt eingeschleust wurden.