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Soziale Netzwerke absichern Wichtige Sicherheitseinstellungen für Xing

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Peter Schmitz

Das Business-Netzwerk Xing gilt als deutsches Äquivalent zu LinkedIn und hat damit vor allem im deutschsprachigen Raum viele Freunde. Anwender, die Xing beruflich nutzen, sollten sich deshalb auch mit den möglichen Sicher­heits- und Privatsphäre-Einstellungen aus­ei­n­an­der­set­zen. So lässt sich verhindern, dass un­be­rechtigte Benutzer Zugriff auf persönliche Daten oder Kontakte erhalten.

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Viele deutschsprachige Geschäftsleute nutzen das Business-Netzwerk Xing um berufliche Netzwerke aufzubauen. Das macht Xing-Accounts auch für Cyberkriminelle interessant.
Viele deutschsprachige Geschäftsleute nutzen das Business-Netzwerk Xing um berufliche Netzwerke aufzubauen. Das macht Xing-Accounts auch für Cyberkriminelle interessant.
(© MG_stock.adobe.com)

Nach der Anmeldung an Xing, sind die Einstellungen der Sicherheit über das Zahnradsymbol oben rechts und der Auswahl von „Einstellungen“ zu erreichen. Es bietet sich an regelmäßig die Optionen in diesem Bereich zu überprüfen, und sicherzustellen, dass alle Optionen möglichst sicher eingestellt sind. Dazu kommt, dass Xing neue Funktionen integriert, bei denen die Sicherheitseinstellungen nicht immer optimal gesetzt sind.

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Verwalten der Nutzerkonten-Einstellungen

Über „Nutzerkonto“ lassen sich zunächst die Zugangsdaten konfigurieren sowie nachverfolgen von welchen Geräten auf das eigene Xing-Profil zugegriffen wurde. Hier wird auch das Betriebssystem angezeigt und wann der Zugriff erfolgt ist.

Zusätzlich ist hier zu sehen, über welchen Provider der Zugriff erfolgt ist, und von welchem Ort auf das Xing-Profil zugegriffen wurde. Aktive Sitzungen, also Sitzungen bei denen ein Gerät noch mit dem Profil verbunden ist, können hier auch ausgeloggt werden. Das ist natürlich nur sinnvoll in Verbindung mit einer Kennwortänderung.

In diesem Bereich können Xing-Profile auch deaktiviert und gelöscht werden. Über „Passwort“ bei „Zugangsdaten“ wird das aktuelle Kennwort für den Zugriff auf Xing angepasst. Hier bietet es sich an ein möglichst langes und sicheres Kennwort zu verwenden, da Xing leider keine Multi-Faktor-Authentifizierung unterstützt.

Bei „Zugangsdaten“ lassen sich auch Anmeldenamen und Handynummer hinterlegen, mit der eine Anmeldung an das Xing-Konto erfolgen kann.

Privatsphäre-Einstellungen optimieren

Über den Menüpunkt „Privatsphäre“ werden die wichtigsten Einstellungen bezüglich der Sicherheit in Xing vorgenommen. Über den Unterpunkt „Ihr Profil“ wird zum Beispiel bei „Auffindbarkeit“ gesteuert, wer nach einem Profil suchen kann, und ob das öffentliche Xing-Profil über eine Suchmaschine zu finden ist. Außerdem wird hier festgelegt, wer die eigene Kontaktliste sehen darf. Hier sollte auf jeden Fall die Option „ist sichtbar: nur für direkte Kontakte“ aktiviert werden, noch besser „für niemanden“. In diesem Fall darf nur der Eigentümer des Profils auf die Kontaktdaten zugreifen.

Auch die Einstellungen für die Sichtbarkeit des eigenen Portfolios kann hier angepasst werden, ähnlich zur Anzeige der Kontaktliste. Das gilt auch für die Einstellungen zu den eigenen Aktivitäten. Diese Optionen können alle getrennt voneinander definiert werden und gehören zu den wichtigsten Sicherheitseinstellungen, die Xing zulässt.

Bei „Ihre Aktivitäten“ kann festgelegt werden, ob die Beiträge, die ein Anwender in der Xing-Community veröffentlicht auch über Suchmaschinen auffindbar ist. Außerdem kann hier gesteuert werden, wer Nachrichten an ein Profil schreiben darf, und wer den Benutzer zu Gruppen einladen kann. Diese Optionen sollten immer überprüft und optimiert werden.

Datentracking und Datenschutz konfigurieren

Über den Menüpunkt „Datenschutz“ bei „Privatsphäre“ kann das Datenarchiv von Xing angefordert werden, das über ein Profil gespeichert wurde. Außerdem kann hier das Datentracking eines Kontos gesteuert werden.

Über den Menüpunkt „Benachrichtigungen“ kann festgelegt werden, wann Xing E-Mails an ein Konto schreiben soll. Hier bietet es sich an nur die Einstellungen zu aktivieren, die auch tatsächlich benötigt werden. Dadurch gehen eventuelle Sicherheitswarnungen nicht unter oder werden in einen Spam-Ordner verschoben. Für jede Benachrichtigungsart kann festgelegt werden, ob eine Nachricht zugestellt werden soll, oder nicht. Die Gesamtanzahl wird im Hauptmenü der Benachrichtigungen jeweils angezeigt.

In regelmäßigen Abständen sollte über den Menüpunkt „Käufe“ mit der Schaltfläche „Rechnungen & Konten“ überprüft werden, ob bezahlte Funktionen in Xing genutzt wurden, zum Beispiel die Premium-Mitgliedschaft. Hier lassen sich die dazugehörigen Rechnungen als PDF herunterladen.

Überprüfen der Profilbesucher

Um zu überprüfen wer auf das eigene Profil zugegriffen hat, hilft der Bereich „Premium“, der allerdings nur dann zur Verfügung steht, wenn ein Benutzer eine Premium-Mitgliedschaft abgeschlossen hat. Hier kann regelmäßig überprüft werden welcher Personenkreis das Profil untersucht hat, und ob der Besucher ein Xing-Konto hat. Bei „Profilbesucher“ ist zu sehen, welche Suchmaschine verwendet wurde, um das Profil aufzufinden. Wenn das Auffinden über eine Suchmaschine nicht erwünscht ist, kann das über „Privatsphäre\Ihr Profil“ bei „Auffindbarkeit“ schnell und einfach gesteuert werden.

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Fazit

Xing bietet eine recht übersichtliche Oberfläche zur Steuerung der Sicherheit. Hier sind leider nicht viele Optionen verfügbar, und auch die Multi-Faktor-Authentifizierung wird nicht unterstützt. Es ist aber dennoch sinnvoll regelmäßig die Optionen zu überprüfen, und vor allem die Sichtbarkeit der eigenen Kontakte zu verbergen. Auch das regelmäßige Ändern des Kennwortes ist sinnvoll, um zu verhindern, dass unberechtigte Anwender Zugriff auf ein Profil nehmen. Dazu kommt die Möglichkeit zu überprüfen, von wo eine Anmeldung am Profil erfolgt ist. Wenn eine Sitzung noch offen ist, die nicht mehr erwünscht ist, kann diese schnell und einfach in den Xing-Einstellungen beendet werden.

(ID:45568736)

Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist