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Wirksame Methoden zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität 4 Tipps zur Suche nach einem Detektiv

| Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Peter Schmitz

Ein Einbruch im Unternehmen: ein eingeschlagenes Fenster, eine aufgebrochene Tür, Verwüstungen im Büro, aber nichts fehlt. Was hat das zu bedeuten? Ob der Fall erfolgreich gelöst wird, hängt dabei sehr häufig von der Auswahl der „richtigen“ Detektei ab

Detektiv ist nicht gleich Detektiv: Professionelle Detektive haben eine Ausbildung an der ZAD absolviert.
Detektiv ist nicht gleich Detektiv: Professionelle Detektive haben eine Ausbildung an der ZAD absolviert.
(Bild: Detektei Lentz)

Ein Einbruch im Büro, ohne dass etwas gestohlen wurde. Ein neuer Mitarbeiter, den man im Verdacht hat, wertvolle Geschäftsgeheimnisse an die Konkurrenz, aber man kann nichts beweisen. Zwei Fälle aus der täglichen Ermittlungspraxis von deutschen Detektiven. Ob der Fall erfolgreich gelöst wird, hängt dabei sehr häufig von der Wahl der Detektei ab:

Arbeitet sie professionell, also diskret und juristisch wasserdicht, oder eher hemdsärmelig, weil es den Mitarbeitern an Erfahrung und Fachwissen oder mitunter gar an beidem fehlt? Das Problem: Immer mehr fachfremde „Quereinsteiger“ machen es sich zunutze, dass der Detektivberuf hierzulande relativ niedrige Einstiegshürden hat. Und ködern ihre Kundschaft mit Billigtarifen statt Expertise.

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Detektive liefern stichfeste Beweise

Draufzahlen muss am Ende oft der Kunde: Wenn etwa eine observierte Person den Einsatz bemerkt und der Auftraggeber in der Folge keine Chance mehr hat, noch an stichhaltige Beweise zu kommen. Wertvolle Tipps, worauf Unternehmer wie Privatleute bei der Auswahl einer Detektei achten sollten, gibt Marcus Lentz, selbst ein erfahrener Ermittler und Inhaber einer bundesweit operierenden Detektei.

Die Einsatzgebiete von Detekteien sind vielfältig: Von Wirtschaftsdelikten, wie Geheimnisverrat, Lohnfortzahlungs- oder Wettbewerbsbetrug, bis hin zu privaten Ermittlungen in Fällen von Stalking, Ehebruch oder Sorgerechtsstreit.

Detektive sind Betroffenen immer dann eine Hilfe, wenn seriöse, sachliche Aufklärung mit Diskretion und gerichtsverwertbaren Beweisen gefragt ist. Damit erfüllen sie die wichtige Aufgabe, Geschädigten zu ihrem guten Recht zu verhelfen. Denn ohne stichfeste Beweise stehen sie leider auch im deutschen Rechtsstaat sehr oft auf verlorenem Posten.

Tipp 1: Auf Zertifizierung achten

Marcus Lentz: „Eine gute Detektei sollte eine aktuelle TÜV- oder DEKRA-Zertifizierung vorweisen können. Diese stellt beispielsweise sicher, dass die tägliche Arbeit nach international anerkannten und bewährten Standards abgewickelt wird.“
Marcus Lentz: „Eine gute Detektei sollte eine aktuelle TÜV- oder DEKRA-Zertifizierung vorweisen können. Diese stellt beispielsweise sicher, dass die tägliche Arbeit nach international anerkannten und bewährten Standards abgewickelt wird.“
(Bild: Detektei Lentz)
Allerdings ist Detektiv nicht gleich Detektiv, gibt Marcus Lentz, Geschäftsführer der Detektei Lentz und selbst erfahrener Ermittler, zu bedenken: „Eine gute Detektei sollte eine aktuelle TÜV- oder DEKRA-Zertifizierung vorweisen können. Diese stellt beispielsweise sicher, dass die tägliche Arbeit nach international anerkannten und bewährten Standards abgewickelt wird.“

Eine Zertifizierung auf die Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001:2008 bedeutet beispielsweise: Qualität und Transparenz sind nachweislich gewährleistet, versteckte Nebenkosten und damit böse Überraschungen am Ende der Zusammenarbeit ausgeschlossen. Das sollte aber noch längst nicht der einzige Anspruch an eine seriöse Detektei sein.

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