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Schutz vor Missbrauch digitaler oder gedruckter Dokumente

Bei Wirtschaftsspionage und Datendiebstahl spielt das Format keine Rolle

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Das Internet – die neue Spielwiese der Betrüger

Mit dem Einzug des WWW in die Unternehmenswelt wird der Datenschutz noch dringlicher. Den Risiken des Internets müssen Unternehmen mit einer ganzheitlichen Sicherheitsstrategie begegnen, die

  • das Management unterstützt
  • technische Schutzmechanismen wie Firewall oder Spamfilter berücksichtigt sowie
  • alle Mitarbeiter einbezieht.

Zahlreiche Studien belegen, dass die meisten IT-Sicherheitsprobleme aus dem Fehlverhalten von Mitarbeitern resultieren. Trotz dessen unterschätzen viele Unternehmen diese Schwachstelle und informieren ihre Mitarbeiter unzureichend über Sicherheitsfragen.

Der „IT-Sicherheitsreport 2007“ des NEG (Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr) gelangt zu dem Ergebnis, dass etwa die Hälfte der Unternehmen auf Mitarbeiterschulungen zum Thema Sicherheitsfragen verzichtet. Dieser Schulungsmangel ist auf ein Informationsdefizit der Unternehmensführung zurückzuführen: Ein Fünftel der Befragten gibt an, sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben. Weitere 15 Prozent bekennen ein geringes Know-how.

Um sich wirksam vor Datenmissbrauch und Wirtschaftsspionage über das Internet zu schützen, müssen Unternehmen auch in ihre IT-Infrastruktur investieren. Eine Studie des Security-Experten Websense zeigt, dass sich viele Unternehmen nur durch Firewall und Virenscanner vor externen Angriffen schützen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sind sehr schlecht auf IT-Sicherheitsrisiken vorbereitet. Instant-Messaging und Internet-Verkehr werden größtenteils gar nicht überwacht.

Trotz dessen ist die gefühlte Sicherheit in den Unternehmen hoch, wie die Studie unter 750 IT-Managern und anderen IT-Angestellten in fünf europäischen Ländern beweist. Kein einziges der befragten Unternehmen war gegen alle Sicherheitslücken gerüstet. 15 Prozent der Befragten hielten sogar den einfachen Grundschutz durch Firewall und Virenscanner für ausreichend. Somit stehen Hackern Tür und Tor offen, ohne dass die Unternehmen darin ein Sicherheitsproblem sehen.

Sinneswandel bei den Hackern

Die aktuellen Absichten der Hacker kennt Bogdan Dumitru, Chief Technology Officer bei BitDefender: „Heute wird mit Malware schlicht und ergreifend Geld verdient.“ Die dazu genutzten Schädlinge sind meist Trojaner oder Rootkits, die gar nicht entdeckt werden.

Über die durch Malware verursachten finanziellen Schäden gibt es laut Dimitru keine gesicherten Erkenntnisse: „Wer gibt schon freiwillig zu, dass seine Schutzmaßnahmen unzureichend waren? Das können sich insbesondere Unternehmen gar nicht leisten, um nicht Kunden und Prestige zu verlieren“, erklärt der Security-Experte.

„Eine Studie der US-Verbraucherorganisation Consumer Reports hat den Schaden durch Malware auf bis zu sieben Milliarden US-Dollar beziffert. Andere Schätzungen übertreffen diese Zahl sogar noch. Ob man diese Zahlen auf Deutschland übertragen kann, ist jedoch fraglich“, so Dumitru weiter.

Seite 3: Gefahrenpotenzial bei Print-Dokumenten zu Unrecht unterschätzt

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