Stefan Luber ist Diplom-Ingenieur (FH) der Nachrichtentechnik und arbeitet mit über 30 Jahren Berufserfahrung als freiberuflicher Autor sowie technischer Redakteur. Er ist spezialisiert auf IT- und Telekommunikationsthemen und verfasst hochwertige, suchmaschinenoptimierte Inhalte, Whitepaper, Produkttests, Blog-Artikel und technische Dokumentationen.
Seine Expertise umfasst ein breites Spektrum an IT-Themen, darunter Netzwerke (DSL, Mobilfunk, TCP/IP, Routing, Switching, VoIP), Webhosting, E-Commerce, Content-Management-Systeme wie WordPress, Suchmaschinenoptimierung (SEO), Smart Home, Cloud Computing, Business Intelligence, Big Data, Künstliche Intelligenz, IoT und IT-Sicherheit.
Luber hat für verschiedene Unternehmenswebseiten, Blogs und Fachportale wie Security-Insider, BigData-Insider, Storage-Insider, CloudComputing-Insider und IP-Insider Artikel verfasst, in denen er komplexe technische Sachverhalte verständlich aufbereitet.
Neben seiner Tätigkeit als Autor bietet er IT-Services an und betreibt mit dem IT-Service Luber eine eigene Webseite, auf der er seine Dienstleistungen und Veröffentlichungen präsentiert.
Seine berufliche Laufbahn umfasst Positionen wie Systemingenieur Netzwerkplanung/Internetworking bei verschiedenen Systemhäusern und Netzbetreibern und Manager im Bereich IP-TV-Netze bei der Deutschen Telekom AG. Seit August 2011 ist er als freier Autor und technischer Redakteur tätig.
Das Hypertext Transfer Protocol Secure ist ein standardisiertes Protokoll zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der zwischen einem Webserver und einem Webbrowser übertragenen Daten. Es fügt dem Hypertext Transfer Protocol (HTTP) eine zusätzliche Verschlüsselungsebene mit Authentifizierungsfunktion ein. HTTPS hat sich als Standard im Internet etabliert und verhindert das unbefugte Mitlesen der Daten durch Dritte.
Ein Cyber-physisches System besteht aus mechanischen Komponenten, moderner Informationstechnik und Software. Die Systeme und Komponenten sind über Netzwerke verbunden und tauschen Daten wie Statusinformationen oder Steuerbefehle aus. CPS lassen sich zur Steuerung und Kontrolle komplexer Anlagen und Infrastrukturen einsetzen. Über ihre mechanischen Komponenten üben sie Einfluss auf physikalische Vorgänge aus. Cyber-physische Systeme sind zum Beispiel in kritischen Infrastrukturen zu finden.
Unter Georedundanz versteht man die Absicherung des Rechenzentrumsbetriebs durch ein oder mehrere Rechenzentren an anderen Orten. Die Rechenzentren haben identische Datenstände und stellen gleiche Funktionalitäten und Services zur Verfügung. Beeinträchtigungen des Betriebs zum Beispiel bei Katastrophenfällen oder Wartungsarbeiten lassen sich durch Georedundanz verhindern. Das BSI hat Mindestanforderungen für die Georedundanz definiert.
Ein Service Level Agreement ist eine Vereinbarung zwischen dem Auftraggeber und dem Erbringer einer Dienstleistung. In der Vereinbarung sind Umfang und Qualität der zu erbringenden Leistungen festgelegt. SLA stammen ursprünglich aus dem IT-Bereich, werden aber auch für Nicht-IT-Leistungen verwendet. Wichtige Metriken eines Service Level Agreements sind zum Beispiel die Serviceverfügbarkeit und Reaktionszeit. SLA enthalten auch Strafregelungen bei Nichteinhaltung der vereinbarten Qualität.
Recovery Point Objective ist neben Recovery Time Objective eine wichtige Kenngröße und Vorgabe in einem Disaster-Recovery-Plan. Sie gibt Auskunft darüber, welche Menge an Datenverlust nach einen Ausfall oder einer Störung für ein Unternehmen noch tolerierbar ist. Gemessen wird RPO in Sekunden, Minuten, Stunden oder Tagen. Je weniger Datenverlust hinnehmbar ist, desto kürzer ist Recovery Point Objective. Erstellt wird die Vorgabe im Rahmen einer Business-Impact-Analyse.
Recovery Time Objective ist eine wichtige Kenngröße eines Disaster-Recovery-Plans. Sie gibt die Zeit vor, die benötigt werden darf, um den Betrieb von Systemen oder Services nach einer Störung oder einem Ausfall wieder aufzunehmen. Je nach Wichtigkeit und Kritikalität eines Systems oder Services für das Unternehmen liegt die RTO in einem Bereich von wenigen Sekunden bis mehrere Tage oder Wochen. Erstellt wird die Vorgabe im Rahmen einer Business-Impact-Analyse.
Ein NIDS (Network Intrusion Detection System) ist eine Sicherheitstechnologie und eine Sicherheitslösung, die bösartige Aktivitäten und sicherheitsrelevante Anomalien im Netzwerk erkennt und Administratoren alarmiert. Der Datenverkehr wird in Echtzeit analysiert und nach verdächtigen Mustern untersucht. Je nach Implementierung bestehen die Systeme aus verschiedenen Komponenten wie aus verteilten Sensoren und Analyse- und Managementservern.
Security Observability ist ein ganzheitlicher Ansatz, der eine umfassende Beobachtung und Überwachung des Sicherheitsstatus von IT-Anwendungen, -Services und -Systemen erlaubt. Sicherheitsrelevante Ereignisse lassen sich schneller erkennen und abwehren. Security Observability geht weit über klassisches Sicherheitsmonitoring hinaus. Dank der umfassenden Aufbereitung und Analyse von Ereignissen werden auch die Hintergründe und Ursachen für Sicherheitsprobleme erkennbar.
Der Begriff Business Continuity Management beschreibt einen ganzheitlichen Ansatz mit Konzepten, Planungen, Strategien und Maßnahmen zur Fortführung kritischer Geschäftsprozesse im Krisenfall. BCM trägt dazu bei, den Fortbestand eines Unternehmens in Krisensituationen zu sichern. Es identifiziert Risiken, analysiert mögliche Auswirkungen und beschreibt Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebs in Krisenfällen oder für den schnellen, reibungslosen Wiederanlauf nach Betriebsunterbrechungen.
Anything-as-a-Service (XaaS) ist ein Sammelbegriff und Modell aus dem Bereich des Cloud Computings. Es stellt vielfältige Services als Dienstleistungen aus der Cloud zur Verfügung. XaaS setzt auf den drei grundlegenden Servicemodellen des Cloud Computings Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS) auf und gibt den Services eigene Bezeichnungen und Kürzel. Viele der XaaS-Bezeichnungen sind aus Marketinggründen entstanden.
Desktop-as-a-Service ist ein Cloud-Computing-Service-Modell. Es stellt virtuelle Desktop-Umgebungen als Service eines Cloud-Anbieters zur Verfügung. Die Komponenten für die Bereitstellung der Desktops werden vom Anbieter in Cloud-Rechenzentren betrieben und gemanagt. Anwender können über lokale Rechner und Netzwerke von überall auf ihre virtuellen Desktops zugreifen und mit ihnen arbeiten. Die lokalen Clients benötigen nur eine Minimalausstattung mit Netzwerkverbindung und Webbrowser.
Der Digital Operational Resilience Act ist eine am 16.01.2023 in Kraft getretene EU-Verordnung. Sie soll die digitale operative Widerstandsfähigkeit von EU-Finanzunternehmen und ihren IKT-Drittdienstleistern verbessern und einen EU-weit einheitlichen Aufsichtsrahmen schaffen. Von der Verordnung betroffene Unternehmen und Organisationen haben die Vorgaben binnen einer Frist von 24 Monaten umzusetzen und zu erfüllen.
Maltego ist eine Analyse-Software, mit der sich Informationen im Internet suchen und verknüpfen lassen. Das Data-Mining-Werkzeug stellt die gefundenen Informationen mittels gerichteter Graphen visuell dar und gestattet weitere Analysen. Quellen zur Informationssuche sind beispielsweise Webseiten, soziale Netzwerke, Suchmaschinen oder öffentlich verfügbare Datenbanken.
Ein Schwachstellen-Scanner ist eine Software, mit der sich IT-Systeme, Netzwerke und Anwendungen automatisiert auf Schwachstellen und Sicherheitslücken untersuchen lassen. Im Hintergrund verwenden die Scanner Datenbanken mit bereits bekannten Schwachstellen. Schwachstellen-Scanner sind wichtige Hilfsmittel für das Schwachstellenmanagement. Sie sind als kommerzielle Lösungen oder als kostenlose Open-Source-Software verfügbar.
Ein Schwachstellen-Scan untersucht die IT-Infrastruktur inklusive Rechner, Netzwerke und Software auf Schwachstellen und Sicherheitslücken. Der Scan ist Teil des Schwachstellenmanagements und damit Bestandteil des IT-Risikomanagements eines Unternehmens. In der Regel werden für den Schwachstellen-Scan Tools wie Schwachstellen-Scanner eingesetzt, die die IT-Komponenten systematisch und automatisiert untersuchen.
Das Schwachstellenmanagement ist ein proaktiver Ansatz und kontinuierlicher Prozess zur Erkennung, Bewertung und Behebung von Schwachstellen in der IT-Infrastruktur und Software. Es ist eine wichtige Komponente des IT-Risikomanagements. Im Rahmen des Schwachstellenmanagements finden regelmäßig Schwachstellen-Scans statt, mit denen IT-Komponenten und Software auf Schwachstellen untersucht werden. Es kommen Tools wie Schwachstellen-Scanner zum Einsatz.
SCADA ist die Kurzform für ein System zur Überwachung und Steuerung automatisierter technischer Prozesse. Es wird zum Beispiel für industrielle Produktionsanlagen eingesetzt. Die aus Hard- und Software bestehenden Systeme erfassen, analysieren und visualisieren Daten in Echtzeit und liefern Stellgrößen für die Prozesssteuerung. In der Automatisierungspyramide ist SCADA auf der Prozessleitebene angesiedelt. Die SCADA-Architektur selbst lässt sich in eine Client- und Feldebene einteilen.
HIPAA ist ein US-amerikanisches Gesetz zum Schutz von Daten des Gesundheitswesens. Es definiert Regeln, die im Umgang mit geschützten Patienteninformationen (Protected Health Information - PHI) von Einrichtungen des Gesundheitswesens wie Ärzten, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Versicherungen, Abrechnungsstellen und ihren Partnern und Dienstleistern einzuhalten sind. HIPAA soll den unbefugten Zugriff auf Gesundheitsdaten sowie die unbefugte Weitergabe dieser Daten an Dritte verhindern.
Der Payment Card Industry Data Security Standard (kurz PCI DSS) ist ein Sicherheitsstandard von Kreditkartenorganisationen. Er sorgt für den Schutz der Kreditkarten- und Zahlungsdaten. An der Abwicklung von Kreditkartentransaktionen beteiligte Unternehmen und Dienstleister sind an das Regelwerk des PCI DSS gebunden. Konkret müssen für die Konformität zwölf Anforderungen erfüllt werden. Die Prüfung der Einhaltung der Regeln ist abhängig vom Transaktionsvolumen.
Das NIST Cybersecurity Framework ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Organisationen bei der Verbesserung des Risikomanagements für die Informations- und Cybersicherheit unterstützt. Das Framework besteht aus Anleitungen, Richtlinien und Best Practices. Es eignet sich für Unternehmen aller Branchen. Ein zentraler Bestandteil des Frameworks ist die Beschreibung der fünf Funktionen Identifizieren, Schützen, Erkennen, Reagieren und Wiederherstellen.
ISO 27000 ist die Bezeichnung für eine komplette Normenreihe und für den einführenden Einzelstandard dieser Normenreihe. Die exakte Bezeichnung lautet ISO/IEC 27000. Die Standards werden von der International Organization for Standardization (ISO) und der International Electrotechnical Commission (IEC) gepflegt und herausgegeben. Sie beschäftigen sich mit der Implementierung von Informationssicherheitsmanagementsystemen (ISMS). Den Anfang der Normenreihe bildet die Einzelnorm ISO/IEC 27000.
Die CIS Controls V8 sind eine im Jahr 2021 veröffentlichte, aktualisierte Version der CIS Top 20 Critical Security Controls. Die Version 8 enthält konkrete Handlungsempfehlungen und Best Practices zur Verbesserung der Cybersicherheit von Unternehmen. Im Vergleich zu den CIS Top 20 Controls wurden die Maßnahmenpakete auf 18 konsolidiert. Unter anderem wurden Anpassungen für das Cloud-Computing vorgenommen.
Die CIS Top 20 Critical Security Controls bestehen aus konkreten Handlungsempfehlungen und Best Practices, mit denen sich die Cybersicherheit von Unternehmen verbessern lässt. Sie sind branchenneutral und universell für verschiedene Unternehmensgrößen einsetzbar. 2021 wurde mit der Version 8 der CIS Controls eine überarbeitete Version vorgestellt, die die Anzahl der Maßnahmenpakete von 20 auf 18 reduziert. Weiterentwickelt und gepflegt werden die CIS Controls vom Center for Internet Security.
Serverless Computing ist ein Cloud-Computing-Ausführungsmodell, das Backend-Dienste dynamisch bereitstellt, ohne dass Anwender oder Entwickler sich um die zugrunde liegende Infrastruktur kümmern müssen. Abgerechnet wird nur die tatsächlich in Anspruch genommenen Nutzung der Dienste. Der Cloud-Anbieter ist für die Bereitstellung und die Verwaltung der für die Backend-Dienste benötigten Serverressourcen und Infrastrukturkomponenten verantwortlich.
Function-as-a-Service ist ein Servicemodell des Cloud Computings und lässt sich dem Konzept des Serverless Computings zurechnen. Teile einer Geschäftslogik werden in Form von Funktionen als Service einer Cloud bereitgestellt. Den Kunden bleiben die den Funktionen zugrundeliegenden Infrastrukturen und die verwendeten Ressourcen verborgen. Die Funktionen können über eine Netzwerkverbindung angesprochen werden und liefern Ergebnisse zurück. Die Abrechnung der Inanspruchnahme erfolgt sekundengenau.
Mit einem Reifegradmodell lässt sich das IT-Sicherheitsniveau objektiv beurteilen und einordnen. Je nach Modell existieren verschiedene Level an Reifegraden der IT-Sicherheit. Im IT-Security-Umfeld gibt es zahlreiche Reifegradmodelle, die von Standardisierungsgremien, staatlichen Institutionen oder privatwirtschaftlichen Unternehmen bereitgestellt werden. Auch das NIST Cybersecurity Framework beinhaltet ein umfassendes Reifegradmodell.
Die Software Bill of Materials ist die Inventarliste eines Softwareprodukts. Sie enthält die für die Software verwendeten Komponenten wie Pakete oder Bibliotheken inklusive Abhängigkeiten sowie Versions- und Lizenzinformationen. Mit einer SBOM lassen sich die Codebasis einer Software und die Softwarelieferkette absichern. In einigen Bereichen, beispielsweise beim Einsatz der Software für einige kritische Infrastrukturen oder staatliche Institutionen, ist die SBOM verpflichtende Voraussetzung.
Security-as-a-Service ist ein Servicemodell des Cloud-Computings. Es stellt Sicherheitslösungen als Service einer Cloud-Plattform zur Verfügung. Sicherheitsprozesse und -lösungen werden von Unternehmensrechenzentren in die Cloud verlagert. Der Cloud-Anbieter stellt die notwendigen Ressourcen und Technologien bereit und verwaltet sie. Typische SECaaS-Leistungen sind zum Beispiel Endgerätesicherheit, Netzwerksicherheit, E-Mail-Sicherheit, Identity and Access Management und vieles mehr.
Ransomware-as-a-Service ist ein illegales Geschäftsmodell der Cyberkriminalität. Es lässt sich der übergeordneten Kategorie Cybercrime-as-a-Service zurechnen und ermöglicht die Nutzung von Ransomware und Durchführung von Ransomware-Kampagnen als externe Dienstleistung. Nutzer des Services benötigen für ihre Lösegelderpressungsversuche weder technisches Know-how noch selbst entwickelte Ransomware oder selbst betriebene Ransomware-Infrastruktur.
Backup-as-a-Service ist ein Cloud-Computing-Service und ermöglicht es, Datensicherungen über Netzwerkverbindungen auf einem privaten, öffentlichen oder hybriden Cloud-Storage auszuführen und diese Backups im Bedarfsfall wieder einzuspielen. Der Service wird von einem Cloud-Provider angeboten, betrieben und verantwortet. Kunden sparen sich durch BaaS Investitionen in eigene Infrastruktur für Datensicherungen und den Aufwand, diese zu betreiben.
Bei der Demilitarized Zone (DMZ) handelt es sich um ein eigenständiges Netzwerk, das als Pufferzone zwischen einem externen Netz und dem internen Netzwerk agiert. In dem Puffernetzwerk befinden sich beispielsweise Webserver oder Mailserver, deren Kommunikation durch Firewalls überwacht ist.
BitLocker ist eine Sicherheitsfunktion von Microsoft, die in bestimmten Versionen des Windows-Betriebssystems integriert ist. Das Feature sorgt für die Verschlüsselung der Systemlaufwerke, Festplatten oder Wechseldatenträger. Die gespeicherten Daten sind gegen Diebstahl und unbefugtes Lesen geschützt.
RADIUS steht für den englischen Begriff Remote Authentication Dial-In User Service und bezeichnet einen Service, der User in einem Dial-In-Netzwerk authentifiziert und autorisiert. RADIUS lässt sich auch für die Abrechnung (Accounting) von Services nutzen. In Unternehmen wird RADIUS häufig für die Benutzer-Anmeldung in WLAN-Netzwerken eingesetzt.
Im Computerumfeld ermöglicht der Benutzername die Anmeldung in einem geschützten Bereich eines Rechners, eines Services, einer Webseite oder eines Programms. In der Regel kommt der Benutzername in Kombination mit einem Passwort zum Einsatz, um sich gegenüber dem geschützten Bereich zu authentifizieren.
Ein Trusted Platform Module (TPM) ist ein Mikrochip, der auf Computern oder elektronischen Geräten zum Einsatz kommt, um die Plattformintegrität sicherzustellen. Er stellt grundlegende Sicherheitsfunktionen hardwarebasiert zur Verfügung und kann Kryptographieschlüssel erzeugen, sicher speichern oder deren Einsatz kontrollieren.
Ein Information Security Management System (ISMS) definiert Regeln und Methoden, um die Informationssicherheit in einem Unternehmen oder in einer Organisation zu gewährleisten. Das ISMS ist prozessorientiert und verfolgt einen Top-Down-Ansatz ausgehend von der Unternehmensführung.
Bei einer Firewall handelt es sich um ein System, das in der Lage ist, Datenverkehr zu analysieren. Sie schützt IT-Systeme vor Angriffen oder unbefugten Zugriffen. Die Firewall kann als dedizierte Hardware oder als Softwarekomponente ausgeführt sein.
Eine Passphrase besteht im Vergleich zu einem Passwort aus einer größeren Anzahl an Zeichen. Aufgrund längerer und schwerer zu erratender Zeichenketten lässt sich eine größere Sicherheit durch die Verwendung von Passphrasen erzielen. Eine Passphrase kann für Verschlüsselungen, Signaturen oder für den Zugangsschutz von IT-Systemen eingesetzt werden.
Das Zero-Trust-Modell ist ein Sicherheitskonzept, das auf dem Grundsatz basiert, keinem Gerät, Nutzer oder Dienst innerhalb oder außerhalb des eigenen Netzwerks zu vertrauen. Es erfordert umfangreiche Maßnahmen zur Authentifizierung sämtlicher Anwender und Dienste sowie zur Prüfung des Netzwerkverkehrs.
Das Identity- and Access Management (IAM) sorgt in Unternehmen für eine zentrale Verwaltung von Identitäten und Zugriffsrechten auf unterschiedliche Systeme und Applikationen. Authentifizierung und Autorisierung der User sind zentrale Funktionen des IAM.
ISO 27001 ist eine internationale Norm für Informationssicherheit in privaten, öffentlichen oder gemeinnützigen Organisationen. Sie beschreibt die Anforderungen für das Einrichten, Realisieren, Betreiben und Optimieren eines dokumentierten Informationssicherheits-Managementsystems.
Bei einem Brute-Force-Angriff handelt es sich um eine Methode, die versucht Passwörter oder Schlüssel durch automatisiertes, wahlloses Ausprobieren herauszufinden. Lange Schlüssel und komplexe Passwörter bieten Schutz gegen die Brute-Force-Methode.
Bei einer Whitelist oder Blacklist handelt es sich um eine Positiv- oder Negativliste, mit der sich Systeme im IT-Umfeld schützen lassen. Whitelist und Blacklist verfolgen jeweils gegensätzliche Strategien und kommen in unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz.
Bei der Transport Layer Security (TLS) handelt es sich um ein Protokoll der Schicht 5 des ISO/OSI-Schichtenmodells, das für eine verschlüsselte Übertragung von Daten im Internet sorgt. TLS ist der Nachfolger von SSL und wird beispielsweise von Browsern für sichere HTTPS-Verbindungen verwendet.
Eine CA (Certificate Authority oder Certification Authority) ist eine vertrauenswürdige Instanz, eine Zertifizierungsstelle, die digitale Zertifikate herausgibt. Mit Hilfe der Zertifikate wird die elektronische Identität von Kommunikationspartnern bescheinigt. CAs bilden den Kern der Public-Key-Infrastruktur und übernehmen die Rolle von Trust Centern.
Ein Pre-shared Key ist ein Schlüssel, der für symmetrische Verschlüsselungsverfahren zum Einsatz kommt. Um Daten zu ver- und entschlüsseln sind die Pre-shared Keys zuvor zwischen den beteiligten Teilnehmern auszutauschen. Wer in Besitz des Pre-shared Keys ist, kann mit dem gleichen Schlüssel Daten ver- und entschlüsseln.
Bei einem digitalen Zertifikat handelt es sich um einen elektronischen Echtheitsnachweis, der von einer Zertifizierungsstelle (Certification Authority) ausgestellt wurde. Zertifikate kommen im Internet zur Verschlüsselung des Datenverkehrs zum Einsatz.
Das Security Information and Event Management (SIEM) ermöglicht einen ganzheitlichen Blick auf die IT-Sicherheit, indem Meldungen und Logfiles verschiedener Systeme gesammelt und ausgewertet werden. Verdächtige Ereignisse oder gefährliche Trends lassen sich in Echtzeit erkennen.
IPsec (Internet Protocol Security) ist eine Sammlung von Protokollerweiterungen für das Internet Protokoll (IP). Die Erweiterungen ermöglichen die Verschlüsselung und Authentifizierung der mit IP übertragenen Informationen und sorgen für eine sichere Kommunikation in IP-Netzwerken wie dem Internet.
Cross Site Scripting (XSS) ist eine der am häufigsten genutzten Angriffsmethode im Internet. Ziel des webseitenübergreifenden Skriptings ist es, an vertrauliche Daten zu gelangen, Anwendungen zu übernehmen oder sonstigen Schaden anzurichten. XSS bettet den Angriffscode in einen vermeintlich sicheren Kontext ein.
Der WLAN-Verschlüsselungsstandard WPA3 (Wi-Fi Protected Access 3) wurde im Juni 2018 als Ergänzung zum bestehenden Standard WPA2 verabschiedet. WPA3 bringt wesentliche Verbesserungen bei der Authentifizierung und Verschlüsselung mit. Zudem soll sich die Konfiguration von WLAN-Geräten vereinfachen und die Sicherheit an öffentlichen Hotspots erhöhen.
Stateful Packet Inspection ist ein dynamische Paketfiltertechnik für Firewalls, die im Gegensatz zu statischen Filtertechniken den Zustand einer Datenverbindung in die Überprüfung der Pakete einbezieht. Sie erkennt beispielsweise aktive TCP-Sessions und kann Datenpakete auf Basis des Session-Status zulassen oder blockieren. SPI sorgt für höhere Sicherheit der Firewall-Überprüfung und reduziert die Anzahl zu definierender Regeln.
Single Sign-on (SSO) ermöglicht es, über einen einzigen Authentifizierungsprozess Zugriff auf Services, Applikationen oder Ressourcen zu erhalten. SSO ersetzt einzelne Anmeldeverfahren mit verschiedenen Userdaten und nutzt eine übergreifende Identität des Anwenders.
IKEv2 ist die zweite Version des Internet Key Exchange Protokolls IKE. Sie kommt in IPsec-basierten VPNs für das automatische Schlüsselmanagement zum Einsatz und beseitigt Schwächen des Vorgängerstandards. Die Einrichtung von VPNs ist stark vereinfacht und flexibler.
Die Informationssicherheit soll die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen sicherstellen. Dadurch lassen sich Informationen vor Gefahren wie unbefugtem Zugriff oder Manipulation schützen. Im Unternehmensumfeld werden wirtschaftliche Schäden verhindert.
Ein DDoS-Angriff versucht durch eine gezielt herbeigeführte Überlastung die Nichtverfügbarkeit eines Internetservices herbeizuführen. Meist werden Botnetze bestehend aus einer Vielzahl einzelner Systeme für den Angriff verwendet. Angriffsziel können Server oder andere Netzkomponenten sein.
Die Verschlüsselung im WLAN sorgt dafür, dass die übertragenen Daten vor unbefugtem Zugriff und Mitlesen geschützt sind. Es existieren verschiedene Standards zur Verschlüsselung und Authentifizierung wie WEP, WPA, WPA2 oder zukünftig WPA3. Die Standards wie WEP oder WPA gelten inzwischen als veraltet und unsicher. Sie sollten nicht mehr verwendet werden.
Datenschutz, also der Schutz personenbezogener Daten, sichert das Grundrecht von Personen auf informationelle Selbstbestimmung. Menschen haben dadurch selbst die Freiheit zu bestimmen, wie mit ihren Daten umgegangen wird. Persönlichkeitsrechte und Privatsphäre sollen gewahrt bleiben.
Das so genannte Security Operations Center, abgekürzt SOC, versteht sich als Zentrale für alle sicherheitsrelevanten Services im IT-Umfeld von Organisationen oder Unternehmen. Es schützt die IT-Infrastruktur und Daten vor internen und externen Gefahren.
Die Authentifizierung sorgt im Computer- und Internetumfeld dafür, dass die Identität eines Benutzers gegenüber einem System nachgewiesen und verifiziert werden kann. Dieser Vorgang lässt sich in Authentisierung und Authentifizierung aufteilen und ist Bestandteil der AAA-Services.
Bei einer Sandbox handelt es sich um einen isolierten, von der Systemumgebung abgeschotteten Bereich, in dem sich Software geschützt ausführen lässt. Sandboxen sind beispielsweise einsetzbar, um Software zu testen oder das zugrundeliegende System vor Veränderungen zu schützen.
Ein Intrusion Detection System, abgekürzt IDS, ist in der Lage, auf Computer, Server oder Netzwerke gerichtete Angriffe zu erkennen und darüber zu informieren. Oft ergänzt das Intrusion Detection System die üblichen Funktionen einer Firewall.
Bei einer Public-Key-Infrastruktur (PKI) handelt es sich um eine Sicherheitsinfrastruktur, die Services für den sicheren Austausch von Daten zwischen Kommunikationspartnern bereitstellt. Mit Hilfe der PKI lassen sich Zertifikate und die Zugehörigkeit von öffentlichen Schlüsseln prüfen.
Bei Kali Linux handelt es sich um eine Linux-Distribution, die auf Sicherheits- und Penetrationstests von IT-Systemen spezialisiert ist. Mit zur Distribution gehören zahlreiche Tools und Werkzeuge für die Durchführung unterschiedlichster Testmethoden.
Kryptographie ist eine Wissenschaft zur Entwicklung von Kryptosystemen und neben der Kryptoanalyse ein Teilgebiet der Kryptologie. Mit Hilfe kryptographischer Verfahren wie Verschlüsselung sollen Daten vor unbefugtem Zugriff geschützt und sicher ausgetauscht werden.
Phishing beschreibt den Versuch des Diebstahls von Kennungen und Passwörtern per Internet durch den Versand von gefälschten E-Mails oder SMS. Internet-Anwender werden von Cyberkriminellen mittels täuschend echt nachgemachter E-Mails auf gefälschte Internetseiten von Banken, Onlineshops oder anderen Onlinediensten gelockt um dort deren Benutzerkennungen und Passwörter zu ergattern. Die ergaunerten Daten werden beispielsweise für Kontoplünderungen oder Hackerangriffe auf Unternehmen verwendet.
Mit Hilfe der Verschlüsselung lassen sich Daten in eine für Unbefugte nicht mehr lesbare Form verwandeln. Zur Verschlüsselung kommen digitale Schlüssel (Schlüsseldateien) in symmetrischen oder asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren zum Einsatz.
Ein Intrusion Prevention System, abgekürzt IPS, ist in der Lage, Angriffe auf Netzwerke oder Computersysteme zu erkennen und automatische Abwehrmaßnahmen zu ergreifen. Es sorgt gegenüber herkömmlichen Firewall-Systemen für einen zusätzlichen Schutz. Ein Intrusion Prevention System (IPS) unterscheidet sich in einigen Funktionen klar von einem Intrusion Detection System (IDS).
Die IT-Governance ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung und liegt in der Verantwortung des Managements. Mit Hilfe der IT-Governance wird sichergestellt, dass die IT die Unternehmensziele und Unternehmensstrategie optimal unterstützt.
Ein VLAN ist ein logisches Teilnetzwerk eines physischen Local Area Networks (LANs). Es teilt das lokale Netzwerk in logische Segmente auf und bildet jeweils eigene Broadcast-Domänen. Virtual Local Area Networks lassen sich portbasiert oder mithilfe von VLAN-Tags realisieren. Die VLAN-Technik wird eingesetzt, um beispielsweise Datenverkehr zu priorisieren oder Datenströme logisch zu trennen.
Der Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch ist ein Verfahren, mit dem sich ein gemeinsamer Sitzungsschlüssel zwischen zwei Kommunikationspartnern sicher über ein potenziell unsicheres Übertragungsmedium vereinbaren lässt. Das Verfahren kommt für zahlreiche kryptographische Protokolle im Internet zum Einsatz.
Bei einem Penetrationstest werden IT-Systeme oder Netzwerke einer umfassenden Prüfung unterzogen, die die Empfindlichkeit gegenüber Angriffen feststellen soll. Bei einem Pentest kommen Methoden und Techniken zum Einsatz, die von echten Angreifern oder Hackern verwendet werden.
Bei einem Token, genauer Security-Token, handelt es sich um eine spezielle Hardware zur Authentifizierung von Usern. Um die Authentifizierung zusätzlich abzusichern, kommen neben dem Token weitere Merkmale wie PIN oder Passwort zum Einsatz.
Der Time-based One-time Password Algorithmus erzeugt zeitlich begrenzt gültige, nur einmalig nutzbare Passwörter. Der Algorithmus lässt sich für eine sichere Zwei-Faktor-Authentifizierung per App oder Token einsetzen. Entwickelt wurde TOTP von der Initiative For Open Authentication (OATH).
Kerberos ist ein verteilter, mit Tickets arbeitender Authentifizierungsdienst. Er lässt sich zur sicheren Authentifizierung in TCP/IP-Netzwerken einsetzen und stellt Usern Tickets zur Nutzung von Services zur Verfügung. Passwörter müssen nicht mehr über das Netzwerk übertragen werden. Microsoft setzt Kerberos als Standardauthentifizierungsmethode in Windows-basierten Netzwerken ein. Entwickelt wurde Kerberos am Massachusetts Institute of Technology.
Hacker sind technisch versierte Personen im Hard- und Softwareumfeld. Sie finden Schwachstellen von Systemen, um auf sie aufmerksam zu machen oder sie für bestimmte Zwecke wie unbefugtes Eindringen oder zur Veränderung von Funktionen zu nutzen.
Honeypot und Honeynet sind Computersysteme oder Netzwerkkomponenten, die gezielt Angreifer anlocken sollen. Sie lassen sich einsetzen, um Angriffsmethoden zu studieren, von anderen Systemen abzulenken oder Hackern eine Falle zu stellen.
Bei One-Time-Pad (OTP) handelt es sich um ein symmetrisches Verschlüsselungsverfahren, bei dem der Schlüssel nur einmalig für die Verschlüsselung einer einzigen Nachricht zum Einsatz kommt. Der Schlüssel hat mindestens die gleiche Länge wie die Nachricht selbst. Das Verfahren gilt als sehr sicher.
Unter OPSEC (Operations Security) versteht man im IT-Umfeld die Summe von Prozessen und Strategien zum Schutz kritischer Daten. OPSEC basiert auf fünf iterativen Teilprozessen, die es nacheinander zu durchlaufen gilt. Ursprünglich stammt der Begriff OPSEC aus dem militärischen Bereich.
Open Source Intelligence ist ein ursprünglich von Nachrichtendiensten geprägter Begriff. OSINT nutzt frei verfügbare, offene Quellen wie Printmedien, TV oder das Internet zur Sammlung von Informationen und Gewinnung von Erkenntnissen. Neben staatlichen Organisationen verwenden auch Unternehmen aus der Privatwirtschaft verschiedene OSINT-Techniken und -Tools.